Dem Chef der Bayer-Kultur, Thomas Helfrich, schwebt laut Lokalpresse für die City C in Wiesdorf ein besonderes Kunstprojekt vor. Das weitgehend verwaiste Areal solle zeitweise mit einer “Kunstmeile” belebt werden. Die Tristesse des “verlorenen Raumes” mitten in der City (“lost spaces”) solle mithilfe von Kunstaktionen in etwas Positives verwandelt und die Aufenthaltsqualität verbessert werden. “Lost spaces” stünde dann in dem Sinne für einen Freiraum für innovative Künstler – finanziert durch Bayer und private Investoren. Die temporären Kunstinstallationen könnten anschließend in regelmäßigen Abständen wiederholt werden.

“Es steht leider zu befürchten, dass dieses Projekt eher unter die Rubrik ‘lost in space’ fällt – verloren zwischen den Welten”, erklärt dazu der AfD-Kreissprecher Yannick Noé. “Denn es ist nicht zu erwarten, dass dadurch die realen Verhältnisse in irgendeiner Weise nachhaltig verändert werden. Ein typisches Projekt aus dem künstlerischen Elfenbeinturm, das nichts mit der Lebenswirklichkeit der normalen, arbeitenden Bevölkerung zu tun hat. Reine Ergebniskosmetik, die dieses Viertel nicht beleben wird”, so der 24-jährige Kunsthistoriker weiter.

“Statt bloß eine regelmäßige Ersatzverwertung als Kunstbühne anzustreben und sich damit mit dem trostlosen Ist-Zustand abzufinden, sollte die Kommunalpolitik sich für eine wirklich sinnvolle und dauerhafte Nutzung der City C einsetzen. Dafür bräuchte es aber keine Kunstinstallationen, sondern konkrete Wirtschaftsförderung und kluge Stadtentwicklungspolitik. Sozusagen Realpolitik statt Wolkenkuckucksheim. Dafür wird sich die AfD im neuen Leverkusener Stadtrat stark machen.”

Bild: Stadt Leverkusen